Arbeitsvermögen: Ein Schlüssel zur Analyse (reflexiver) by Sabine Pfeiffer

By Sabine Pfeiffer

Was macht eigentlich das Neue an Arbeit im Teleservice, mit Agententechnologien, mit Avataren aus? Wo liegen die emanzipatorischen Potenziale, wo die Chancen und Gefahren von OpenSource, e-Recruiting, SAP R/3? Dieses Buch zeigt, dass ein genauer empirischer Blick auf die vielfältigen Formen informatisierter Arbeit notwendig ist - und dass dieser wiederum theoretisch fundierte Begriffe und Analysekategorien bedingt. Zunächst geht es um einen tragfähigen Begriff der informatisierten Arbeit, deren reflexive measurement in produktiver Auseinandersetzung mit dem Forschungsprogramm der "Reflexiven Moderne" diskutiert wird. Anschließend wird ein theoretisch begründetes Raster für die arbeitssoziologische examine entwickelt, das den verschütteten Marxschen Begriff des Arbeitsvermögens zu neuen Ehren bringt - im dialektischen Zusammenspiel mit der Arbeitskraft. Die herausgearbeiteten Kategorien unterzieht die Autorin einem Praxistest an eigenen Forschungsergebnissen: an der Identifizierung neuer tendencies in der Informatisierung von Arbeit und an der Einführung von Teleservice in Maschinenbaubetrieben.

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Interaktionsbeziehungen im Dienstleistungsmarketing: Zusammenhänge zwischen Zufriedenheit und Bindung von Kunden und Mitarbeitern

Der Autor Dr. Michael A. Grund promovierte am Lehrstuhl von Prof. Dr. Manfred Bruhn an der Universität Basel. Er arbeitet derzeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Geschäftsführender Assistent am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere advertising und Unternehmensführung (Prof. Dr. Manfred Bruhn), am Wirtschaftswissenschftlichen Zentrum (WWZ) der Universität Basel.

Mensch und Ökonomie: Wie sich Unternehmen das Innovationspotenzial dieses Wertespagats erschließen

Moderne Unternehmen stehen heute einer Vielzahl von Spannungsfeldern gegenüber. Diesen Spannungsfeldern ist gemein, dass sie die version eines Dilemmas, eines scheinbar kaum überwindbaren Gegensatzes in der heutigen Zeit darstellen: des Gegensatzes zwischen ökonomischen Werten und gemeinschaftlich anerkannten Wertvorstellungen.

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H. , S. 29) versucht Negt den Globalisierungsbegriff seiner ideologischen Schichten zu entkleiden und ihn zu einem Substanzbegriff zu machen. Negt verortet das qualitativ Neue der aktuellen Entwicklungen in einer nahezu vollständigen Entfesselung der Kapital- und Marktlogik von bisherigen Barrieren, Kontrollen, Widerständen und Gegenmachtpositionen und plädiert gerade aus dieser Perspektive für die Notwendigkeit einer analytischen und eben nicht rein deskriptiven Fassung von Globalisierungsprozessen.

S. 91). ) und bei Lefebvre das Alltagsleben (1987) ist, neben der reinen Deskription auch die Analyse abstrakter ökonomischer Prozesse im Weltmaßstab und ihrer Auswirkungen gelingen kann, gilt dies umso mehr für die gesellschaftlich bestimmende Ebene, in der beides - ökonomisch Abstraktes ebenso wie empirisch Konkretes - bis in die Subjektebene hinein dialektisch verschränkt zusammenfällt, die Ebene der Arbeit. Was wir aber "begrifflich über Arbeit wissen, abstrahiert in gewisser Weise sogar von dem, was Arbeit sinnlich und konkret bedeutet" und"( ...

Ausführlich Dömer (1989, S. 8 f. u. ), zur Geschichte der Debatten um den Technikdeterminismus und zur Technokratiekritik vgl. Degele (2002, S. ). 50 Neue Perspektiven auf die Informatisierung von Arbeit terminiertheit menschlicher Arbeitsformen durch technisch-ökonomische Produktionsbedingungen verwahrte (Lutz 1969). Die Debatten um das Ende des Technikdeterminismus münden schließlich in die konsensuale Ansicht, dass die Formen von Techniknutzung ebenso wie die Entwicklung industrieller Arbeit Resultat betrieblicher Rationalisierungsstrategien seien - eine weitgehend uniforme Abwehr gegenüber stark technikdeterministischen Sichtweisen setzt sich durch (Bechtle, Lutz 1989, S.

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