Abschottungs- und Anwerbungsstrategien: Die Interessen der by Bernd Parusel

By Bernd Parusel

Show description

Read or Download Abschottungs- und Anwerbungsstrategien: Die Interessen der EU-Institutionen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Politik zur Steuerung der Arbeitsmigration PDF

Similar german books

Strategischer Wettbewerb: Marktokonomische Grundlagen, Produktdifferenzierung und Innovation (Springer-Lehrbuch)

Einf? hrung in die theoretischen Grundlagen des strategischen Wettbewerbs: Der Autor analysiert die gewinnmaximierenden Entscheidungen von Unternehmen unter der Bedingung strategischer Interaktion bei homogenen und differenzierten G? tern. Im Zentrum stehen dabei die Herleitung und Erl? uterung der Bedingungen maximalen Gewinns mit Blick auf die Aktionsparameter Preis, Produktionskapazit?

Additional info for Abschottungs- und Anwerbungsstrategien: Die Interessen der EU-Institutionen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Politik zur Steuerung der Arbeitsmigration

Sample text

Die neueren Auseinandersetzungen über eine gemeinsame Politik im Feld der Arbeitsmigration als abhängig von früheren Phasen der Europäisierung der Migrationspolitik zu betrachten. Institutionalistisch ist die Herangehensweise deshalb, weil die gemeinsame Migrationspolitik nicht als das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Staaten bzw. Regierungen gesehen wird, sondern als eine Politik, in der neben staatlichen bzw. Regierungsinteressen auch Gemeinschaftsinstitutionen, institutionalisierte Praktiken und Ziele sowie interinstitutionelle Arrangements die Politikergebnisse prägen.

Lahav/Messina 2005. 74 Vgl. Geddes 2003, S. 28. 75 Vgl. Messina 2007, S. 156; Green Cowles et. alt. 2001, S. 14. 71 72 46 2 Interessen in einer europäisierten Migrationspolitik nenfalls die Nicht-Einhaltung sanktionieren. 76 Staatenübergreifende Organisationen und Vereinbarungen können aber auch deshalb entstehen, weil mit ihrer Hilfe politische Probleme gelöst werden sollen, die zu komplex oder zu umstritten sind, als dass sie auf nationaler Ebene zufrieden stellend geregelt werden könnten. Vor allem gilt dies für internationale Organisationen, die sich mit politischer oder ökonomischer Konfliktlösung zwischen mehreren Staaten befassen, etwa die Vereinten Nationen oder die Welthandelsorganisation WTO.

83 Das Parlament rechtfertigt seinen Machtanspruch damit, dass es als einziges EU-Organ direkt von den Völkern gewählt wird. Wie sich derartige „agency losses“ konkret im politischen System der EU manifestieren können, wird weiter unten weiterverfolgt. Von zentraler Bedeutung für das Verständnis der Europäisierungsprozesses und seines Fortschreitens ist unterdessen aber auch, dass nach neofunktionalistischer Lesart erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Staaten in einem Politikfeld Zusammenarbeit in einem anderen, verwandten Politikfeld begünstigen oder sogar zwingend nötig machen kann.

Download PDF sample

Rated 4.85 of 5 – based on 12 votes